Wacholderdrossel

      Turdus pilaris

      Informationen

      Die Wacholderdrossel brütet als einzige Drosselart gerne in Kolonien und hat ein kleines Stimmenrepertoire. Meist sind die Vögel an ihrem lärmenden und schwätzenden «Schak-schak» zu erkennen. Dazwischen mischt sich zuweilen das schrillere «Wiek» eines Vogels, der den Anschluss an die Schar verpasst hat und wieder dazu stossen möchte. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist diese ursprünglich in den sibirischen Nadelwäldern heimische Art von Nordosten her in die Schweiz eingewandert. Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sie sich fast im ganzen Land ausgebreitet. Mögliche Gründe für den schnellen Vorstoss der wenig ortstreuen Art in Europa sind mildere Winter, die allmähliche Aufgabe des traditionellen Drosselfangs und ein dank häufigerer Grasschnitte verbessertes Nahrungsangebot.

      Stimme

      Status (in CH)
      regelmässiger, häufiger Brutvogel, Durchzügler und Wintergast
      Jahreskalender
      Die Abb. zeigt auf der obersten Zeile, zu welchen Jahreszeiten die Art in der Schweiz regelmässig zu sehen ist (blau=Winter, grau=übrige Zeit). Je nach Saison können die Zahlen grossen Schwankungen unterworfen sein (dicke Linie=häufig, dünne Linie=selten). Die mittlere Zeile zeigt an, wann die Art ihre typischen Zugzeiten hat. Die unterste Zeile gibt den Zeitraum an, in welchem die Art üblicherweise brütet. Er umfasst in der Regel die Phase von der Eiablage bis zum Flüggewerden der Jungvögel.
      Jahreskalender
      Jahreskalender

      Fakten

      Bestand in der Schweiz (Paare)
      40'000 - 45'000 (2013-2016)
      Zugverhalten
      Kurzstreckenzieher
      Tag-/Nachtzieher
      überwiegend Tagzieher
      Länge (cm)
      22-27
      Spannweite (cm)
      39-42
      Gewicht (g)
      80-140
      Brutort
      Bäume
      Nahrung
      Würmer, Beeren, Insekten
      Vogelgruppe
      Drosselvögel
      Lebensraum
      Kulturland, Siedlungen, Waldrand, Gebirge
      Verbreitung
      Verbreitung
      Verbreitung