Wir haben analytische Methoden entwickelt, mit denen wir aus Loggerdaten immer tiefere Einblicke in das Zugverhalten kleiner Landvögel gewinnen. Dazu gehören makroökologische Vergleiche von Routen, Tag-Nachtverhalten, Flughöhen, Energiekosten und die Querung von Barrieren. Während wir Vögel kurz fangen, um Logger anzubringen, entnehmen wir häufig Proben, z.B. Federn oder Kot, die wir mit molekularen und geochemischen Methoden untersuchen, um die Herkunft, die Körperverfassung und die Ernähung zu rekonstruktuieren. Genomische Analysen helfen uns festzustellen, wo Brutvögel die Nichtbrutzeit verbringen, und aus welchen Brutgebieten ziehende Vögel wie z.B. Irrgäste gekommen sind. Wir verwenden genomische Methoden auch, um die Evolution von Zugstrategien zu rekonstruktuieren. Unsere Studien zeigen sensible Phasen im Jahreszyklus auf und liefern Trittsteine für den Schutz von Rast- und Wintergebieten.