Alpensegler

Martinet à ventre blanc - Alpine Swift

Apus melba

Alpensegler

© Fritz Sigg



Merkmale:
Gefieder auf der Ober- und Unterseite mit Ausnahme des leuchtend weissen Bauches und der hellen Kehle einheitlich braun; heller und erheblich grösser als der Mauersegler; der Ruf besteht aus einem an- und absteigendem Trillern.


Zugverhalten Alpensegler
Bestand in der Schweiz (Paare): 1200-1300 Rote Liste 2001:
potenziell gefährdet
Zugverhalten:
Langstreckenzieher
Grösse (cm):
22
Gewicht (g):
80-120
Gelegegrösse:
2-3
Brutort:
Gebäude, Felsnischen
Brutdauer (Tage):
18-22
Nestlingsdauer (Tage):
54-66
Nahrung:
Insekten, Spinnen
Vogelgruppe:
Segler
Lebensraum:
Siedlungen, Felsen


Alpensegler nisten in den Felsenregionen der Mittelmeerländer, seit alters auch, zum Teil in starken Kolonien, in der Schweiz. Hier haben sie sich sogar in die Städte gewagt, wo ihnen grosse Gebäude Ersatz für ihre gewöhnlichen Brutplätze boten. In Bern und Freiburg kennt man schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts Kolonien. Die meisten Gebäudekolonien finden wir im Mittelland zwischen Freiburg und Winterthur. Die meisten Felskolonien befinden sich im Wallis, imTessin und in Graubünden. Ungünstige Witterung (besonders während der Jungenaufzucht) und Gebäuderenovationen können sich negativ auf die Alpensegler-Bestände auswirken. Der Herbst 1974, der die bekannte Schwalbenkatastrophe bewirkte, hat auch unter den Alpenseglern zu einer gewaltigen Dezimierung der einheimischen Bestände geführt. Seither nahm der Gesamtbestand wieder deutlich zu. Heute brüten rund 1300 Paare in der Schweiz, davon nisten fast 1000 Brutpaare an Gebäuden. Die erfreuliche Entwicklung haben wir dem Einsatz von Vogelfreunden zu verdanken, die sich um einen verbesserten Schutz und ein erhöhtes Nistplatzangebot bemühten. Mit schweizerischen Brutvögeln hat man auch Verfrachtungsversuche durchgeführt. So brachte man einen Alpensegler mit dem Flugzeug nach dem über 1600 Kilometer entfernten Lissabon. Nach 72 Stunden konnte man ihn bereits wieder an seinem Brutplatz in Solothum kontrollieren. Von zehn Vögeln, die man nach Nairobi/Kenia verfrachtete, das weit ausserhalb des normalen Zugraumes liegt, brüteten zwei in späteren Jahren wieder in Solothurn.