Merkmale:
grösste einheimische Taube, wirkt eher plump; am Hals mit weissem Fleck; Rücken und Flügel graubraun mit breitem weissem Querband; Kopf, Hals und Schwanz grau; dunkle Endbinde am Schwanz; Altvögel grün und purpurn schillernd; beide Geschlechter gleich.
| Bestand in der Schweiz (Paare): 50'000-60'000 | Rote Liste 2001:
nicht gefährdet |
Zugverhalten:
Kurzstreckenzieher |
| Grösse (cm):
41 |
Gewicht (g):
450-520 |
Gelegegrösse:
2 |
| Brutort:
Bäume |
Brutdauer (Tage):
17 |
Nestlingsdauer (Tage):
33-34 |
| Nahrung:
Samen |
Vogelgruppe:
Tauben |
Lebensraum:
Wald, Kulturland |
Die Ringeltaube ist die grösste bei uns vorkommende Taubenart. Obwohl sie in ganz Europa eine begehrte Jagdbeute ist und Ringeltauben zu Hunderttausenden geschossen werden, hat ihr Bestand insgesamt kaum abgenommen. Sie hat seit dem Beginn des letzten Jahrhunderts - wohl als Folge der allgemeinen Ausdehnung der Ackerflächen - besonders in Nordeuropa weite Gebiete neu besiedelt. In Mitteleuropa ist sie vielerorts in Parks und Gärten, ja sogar mitten in Grossstädte eingewandert und hat sich zum Standvogel entwickelt. Die Zahl der Durchzügler ging damit zurück. In der Schweiz ist sie nur in Genf ein häufiger Stadtvogel geworden. Ursprünglich war die Ringeltaube ein typischer Waldvogel, der sich mit Vorliebe von Eicheln, Bucheckern, Ahorn- und Nadelholzsamen ernährte. Besonders gegen den Herbst sieht man sie aber auch auf Äckern und Getreidefeldem, wo sie unter Umständen einen begrenzten Schaden anrichten kann. Im Oktober ziehen die Ringeltauben in oft riesigen Scharen weg. Auf ihrem Zug meiden sie die Alpen und fliegen deshalb fast ausschliesslich durch das Mittelland. Bei Genf kanalisiert sich der Durchzug derart, dass an einem einzigen Oktobertag Zehntausende von Tauben beobachtet werden können. Ihr meist fünfsilbiger Gesang - das bekannte Rucksen - klingt wie "Kuu-kuu ku-ku ku". Beim Balzen fliegt das Männchen steil hoch hinauf und klatscht oben mit den Flügeln. Zur Werbung am Boden gehören Verneigen, gegenseitigem Schnäbeln und Füttern als Gunstbezeigung.
