Unsere Dörfer und Städte können auch Lebensraum für Wildtiere und Pflanzen bieten. Im St. Galler Rheintal motiviert ein Projekt die Bevölkerung dazu, Gärten vogelfreundlich zu gestalten und die Biodiversität im Siedlungsraum zu fördern.
Das St. Galler Rheintal macht’s vor
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einem sonnigen Morgen im Garten. Ein Schwarm Mauersegler fliegt auf der Suche nach Nistplätzen und Insekten umher, im Geäst singt ein Stieglitz. Bunte Wildblumen wiegen sich im Wind, eifrig besucht von Hummeln und Schmetterlingen. Hört sich das an wie ein Traum? Im St. Galler Rheintal wird er Wirklichkeit – ein Resultat des Engagements von Pro Riet Rheintal, der Vogelwarte sowie weiteren Partnerorganisationen, die seit 2021 in einem gemeinsamen Projekt Menschen für das Anlegen von Naturgärten begeistern.
Wer an einer Aufwertung des eigenen Gartens interessiert ist, kann sich beispielsweise bei Vorträgen inspirieren lassen oder im Rahmen von Kursen und Beratungen mehr über Handlungsmöglichkeiten oder Pflegetipps erfahren. Ein extra geschaffenes Netzwerk von Naturgärtnern kümmert sich bei Bedarf um die Umsetzung des Naturparadieses – wer hingegen lieber selbst Hand anlegen möchte, kann an Pflanzenmärkten zu reduzierten Preisen einheimische Wildpflanzen beziehen.
Das wirkt: In den letzten zwei Jahren beteiligten sich 175 Personen an den 8 Kursen, 65 Gartenbesitzende wurden beraten und 7900 Wildblumen und Wildsträucher in Gärten und auf Balkone gepflanzt. Warum sollte dies nur im St. Galler Rheintal möglich sein? Nachmachen ist erwünscht!
Petra Horch«Das Projekt kommt sehr gut an und zeigt, wie eine lokale Initiative zum Fliegen kommt.»
Leiterin Aufschwung für die Vogelwelt