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Arten wie der Wendehals brauchen offenen Boden, um an ihre Insektennahrung zu gelangen. In verschiedenen Förderprojekten werden deshalb lückige Vegetationsstrukturen geschaffen.

© Oliver Richter
Schweizer Brutvogelatlas 2013-2016

Artenförderung ist nötig und lohnt sich!

Eine ganze Reihe gefährdeter Arten kann nur mit spezifischen, auf ihre ökologischen Ansprüche zugeschnittenen Massnahmen und Projekten erhalten werden. Seit 2003 verstärkt das Programm «Artenförderung Vögel Schweiz» die Anstrengungen zum Schutz ausgewählter Vogelarten. Die Resultate zeigen: Die Bemühungen zeitigen Erfolge!

Schon seit Längerem hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass erfolgreicher Naturschutz auf drei Ebenen angegangen werden muss:

  1. Die Ebene «Habitate» umfasst die flächendeckende Förderung des Lebensraums, wie beispielsweise den naturnahen Waldbau oder die Biodiversitätsförderflächen in der Landwirtschaft.
  2. «Gebiete» fokussiert auf Flächen mit einem Schutzstatus, wie die klassischen Naturschutzgebiete oder die geschützten Auen.
  3. «Artenförderung» kommt dann ins Spiel, wenn Lebensraumförderung und Schutzgebiete allein nicht ausreichen, um eine Art zu erhalten.

In der Artenförderung sollen spezifisch für jede Art Massnahmen zur Beseitigung der bestandslimitierenden Faktoren ergriffen werden. Viele der auf Artenförderung angewiesenen Arten kommen heute nur noch in kleinen, oft isolierten Beständen vor. Diese müssen erhalten und wenn möglich vergrössert werden. Auch eine Wiederbesiedlung von Potenzialgebieten ist anzustreben.

50 unserer regelmässig in der Schweiz brütenden Vogelarten sind auf Artenförderungsmassnahmen angewiesen. Das 2003 von BirdLife Schweiz und der Schweizerischen Vogelwarte in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU gestartete Rahmenprogramm «Artenförderung Vögel Schweiz» entwickelt die Förderaktivitäten für diese sogenannten «Prioritätsarten Artenförderung» weiter und verstärkt die Umsetzung zusammen mit Partnern.

Artenförderung ist mehr als Nisthilfen anbieten!

Partnerschaften sind entscheidend

Künftige Herausforderungen

Betroffene Arten

Auerhuhn
Braunkehlchen
Dohle
Flussseeschwalbe
Gartenrotschwanz
Kiebitz
Lachmöwe
Mauersegler
Mehlschwalbe
Mittelspecht
Schleiereule
Steinkauz
Wachtelkönig
Weissstorch
Wendehals
Wiedehopf

Text: Reto Spaar & Raffael Ayé

Zitiervorschlag des Atlas online:
Knaus, P., S. Antoniazza, S. Wechsler, J. Guélat, M. Kéry, N. Strebel & T. Sattler (2018): Schweizer Brutvogelatlas 2013–2016. Verbreitung und Bestandsentwicklung der Vögel in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Schweizerische Vogelwarte, Sempach.

Literatur

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Schweizer Brutvogelatlas 2013-2016

Vogelwelt im Wandel

Der Zustand der Vogelwelt spiegelt unseren Umgang mit der Natur und Landschaft. Dieser Atlas präsentiert die aktuellen Vorkommen, die Häufigkeit und die Höhenverbreitung aller Brutvögel der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein in bislang unerreichter Präzision. Vor allem aber zeigt er die markanten Veränderungen der Schweizer Vogelwelt in den letzten zwanzig bis sechzig Jahren. Das umfangreiche Werk ist eine zentrale Grundlage für den Schutz und die Förderung der einheimischen Vögel und ihrer Lebensräume.

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