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Greifvögel und Eulen nutzen Strommasten oft als Sitzwarte. Handelt es sich dabei um gefährlich konstruierte Mittelspannungsmasttypen, besteht akute Lebensgefahr. Der Uhubestand ist regional durch die hohe Anzahl von Stromtodopfern gefährdet. Eine umgehende schweizweite Sanierung der gefährlichen Masten ist dringend nötig.

© Adrian Aebischer
Schweizer Brutvogelatlas 2013-2016

Goldene Zeiten für Greifvögel und Eulen?

Greifvögel und Eulen wurden über Jahrhunderte verfolgt. Ab 1926 waren die meisten Arten zwar geschützt, doch Umweltgifte setzten den sich langsam erholenden Beständen vor allem in den Sechziger- und Siebzigerjahren stark zu. Dank diverser Schutzmassnahmen kam es seither zu einem erfreulichen Aufschwung, aber einige Gefahren sind nach wie vor nicht beseitigt.

Jahrhundertelang litten Greifvögel und Eulen unter direkter menschlicher Verfolgung. Der letzte Bartgeier im Alpenbogen wurde 1913 erlegt, und die letzte Fischadlerbrut in der Schweiz fand 1911 statt. Die Bestände von Rotmilan und Uhu standen kurz vor dem Aussterben. Auch die Anzahl Steinadlerpaare war stark dezimiert. Trotz des schon seit 1926 bestehenden Jagdschutzes für mehrere Arten erholten sich viele Greifvogel- und Eulenbestände nur zögerlich. Steinadler, Baum- und Wanderfalke sind erst seit 1953 geschützt, Habicht und Sperber sogar erst seit 1963.

Verhängnisvolle Pestizide

Wissensdefizite und aktuelle Gefahren

Handlungsbedarf

Betroffene Arten

Bartgeier
Baumfalke
Fischadler
Habicht
Mäusebussard
Raufusskauz
Rotmilan
Schlangenadler
Schleiereule
Schwarzmilan
Sperber
Sperlingskauz
Steinadler
Steinkauz
Turmfalke
Uhu
Waldkauz
Wanderfalke
Wespenbussard
Zwergohreule

Text: Stefan Werner

Zitiervorschlag des Atlas online:
Knaus, P., S. Antoniazza, S. Wechsler, J. Guélat, M. Kéry, N. Strebel & T. Sattler (2018): Schweizer Brutvogelatlas 2013–2016. Verbreitung und Bestandsentwicklung der Vögel in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Schweizerische Vogelwarte, Sempach.

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Schweizer Brutvogelatlas 2013-2016

Vogelwelt im Wandel

Der Zustand der Vogelwelt spiegelt unseren Umgang mit der Natur und Landschaft. Dieser Atlas präsentiert die aktuellen Vorkommen, die Häufigkeit und die Höhenverbreitung aller Brutvögel der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein in bislang unerreichter Präzision. Vor allem aber zeigt er die markanten Veränderungen der Schweizer Vogelwelt in den letzten zwanzig bis sechzig Jahren. Das umfangreiche Werk ist eine zentrale Grundlage für den Schutz und die Förderung der einheimischen Vögel und ihrer Lebensräume.

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