Punktesystem Biodiversität der IP-Suisse – Stand und Entwicklung der Labelbetriebe 2015
Zusammenfassung
Die IP-Suisse-Labelproduzenten müssen seit 2010 das Punktesystem Biodiversität ausfüllen und seit 2013 eine Mindestpunktezahl erreichen. Die IP-Suisse hat die Schweizerische Vogelwarte beauftragt, eine Umsetzungs- und Wirkungskontrolle zum Punktesystem durchzuführen. In diesem Bericht ziehen wir Bilanz über die mittels Punktesystem gemessene Entwicklung der Biodiversitätsleistungen auf IP-Suisse Betrieben und deren Auswirkung auf die Biodiversität.
Die Untersuchungen im Rahmen des Projektes «Mit Vielfalt punkten» zeigen, dass das Punktesystem Biodiversität ein gutes Schätzmass für die Biodiversität auf Betriebsebene darstellt.
Die durchschnittliche Punktezahl auf den IP-Suisse Betrieben ist von 2010 auf 2015 deutlich angestiegen. Erfreulich ist, dass viele Betriebe weit mehr Punkte generieren, als von der Richtlinie gefordert und dass die Punktezahlen auch nach dem Erreichen der Mindestpunktezahl weiter zunahmen. Zugenommen haben vor allem Biodiversitätsförderflächen mit Qualität und/oder mit Strukturvielfalt. Wir erwarten, dass diese zusätzlich zu Gunsten der Biodiversität erbrachten Leistungen insgesamt zu einer flächenrelevanten Aufwertung des Schweizer Agrarlands beitragen.
Verbesserungsmöglichkeiten bestehen vor allem noch beim Ackerbau. Laut Punktesystem-Datenbank werden nur wenig ackertypische Biodiversitätsförderflächen angelegt. Massnahmen auf den Produktionsflächen (Ackerflächen) nehmen nur einen geringen Stellenwert ein.