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Hühnerküken wie diese Alpenschneehühner können zu Beginn ihre Körpertemperatur nicht selbstständig aufrechterhalten. Sie müssen sich regelmässig im Gefieder der Henne aufwärmen. Bei kaltem Wetter können sie nur noch kurze Ausflüge unternehmen, wodurch sie zu wenig Nahrung aufnehmen und an Nahrungsmangel zugrunde gehen.

© Christian Marti
Schweizer Brutvogelatlas 2013-2016

Hühner: Pflanzenfresser als Spielbälle des Wetters

Der Bruterfolg der Hühnervögel ist sehr variabel, vor allem aufgrund des Wetters in der Aufzuchtzeit. Herrscht dann kühles und regnerisches Wetter, sinken die Bestände. Die Bestandsschwankungen sind für alle Hühnervögel typisch. Speziell beim Steinhuhn zeigt sich das auch an Arealrückgängen und Wiederausbreitungen.

Zu den Hühnervögeln der Berge zählen fünf Arten: Alpenschneehuhn, Birkhuhn, Haselhuhn und Auerhuhn gehören zu den Raufusshühnern mit mindestens teilweise befiedertem Lauf, das Steinhuhn zu den Glattfusshühnern. Alpenschneehuhn und Steinhuhn sind Arten der offenen Landschaft, wobei das Alpenschneehuhn in den Alpen oberhalb der Baumgrenze lebt. Die anderen drei Arten sind an Bäume bzw. an den Wald gebunden, wobei das Birkhuhn nur sehr offene Wälder entlang der oberen Waldgrenze bewohnt.

Anpassungen an den Bergwinter

Bruterfolg stark wetterabhängig

Schwankungen des Bestands und teilweise auch des Areals

Herausforderungen für mehrere Arten gross

Betroffene Arten

Text: Pierre Mollet

Zitiervorschlag des Atlas online:
Knaus, P., S. Antoniazza, S. Wechsler, J. Guélat, M. Kéry, N. Strebel & T. Sattler (2018): Schweizer Brutvogelatlas 2013–2016. Verbreitung und Bestandsentwicklung der Vögel in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Schweizerische Vogelwarte, Sempach.

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Schweizer Brutvogelatlas 2013-2016

Vogelwelt im Wandel

Der Zustand der Vogelwelt spiegelt unseren Umgang mit der Natur und Landschaft. Dieser Atlas präsentiert die aktuellen Vorkommen, die Häufigkeit und die Höhenverbreitung aller Brutvögel der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein in bislang unerreichter Präzision. Vor allem aber zeigt er die markanten Veränderungen der Schweizer Vogelwelt in den letzten zwanzig bis sechzig Jahren. Das umfangreiche Werk ist eine zentrale Grundlage für den Schutz und die Förderung der einheimischen Vögel und ihrer Lebensräume.

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