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Brutvögel der Kulturlandschaft am Mont Vully: Bericht zur Kartierung 2019

Hagist, Dominik; Duplain, Jérôme; Thoma, Marco
Sprache
ger
Veröffentlichungsjahr
2021

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Zusammenfassung

Von 1995 bis 2009 wurden am Mont Vully jährlich die Brutvögel der Kulturlandschaft kartiert. 2019 wurden diese Kartierungen am Mont Vully wiederholt. Damit wollten wir den Zustand der Landwirtschaftsarten am Mont Vully dokumentieren und mit den Ergebnissen der früheren Aufnahmen vergleichen. Das Untersuchungsgebiet wurde um den Perimeter des Vernetzungsprojekts «Mont Vully» erweitert und die Liste der kartierten Arten um Arten aus der Liste der Umweltziele Landwirtschaft (UZL) ergänzt.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Zaunammer in den Rebbergen zugenommen hat. Auch der Turmfalke hatte 2019 einen deutlich höheren Bestand als in den Jahren 1995–2009. Der Neuntöter konnte den Bestand halten, nachdem der Trend in den 1990er-Jahren negativ war. Nach wie vor einen guten Bestand wies die Goldammer auf. Der Baumpieper verschwand im Gebiet als Brutvogel und konnte auch 2019 nicht wieder nachgewiesen werden. Einen relativ guten Bestand wurde 2019 bei Kuckuck, Grünspecht und Hänfling festgestellt, die aber bei den früheren Untersuchungen nicht kartiert wurden. Dorngrasmücke und Schwarzkehlchen, die im angrenzenden Grossen Moos mit Aufwertungsmassnahmen erfolgreich gefördert wurden, fehlen am Mont Vully fast vollständig. Auch die in der Schweiz als «potenziell gefährdet» gelisteten Arten Neuntöter und Feldlerche könnten von zusätzlichen Habitataufwertungen profitieren. Im Bereich der Rebberge besteht ein hohes Potenzial für seltene und gefährdete Arten wie Wendehals und Wiedehopf.

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