Das Grosse Moos ist ein wichtiges Gebiet für die landwirtschaftliche Produktion. Gleichzeitig hat es ein besonders hohes Potenzial als Lebensraum für typische Arten des Kulturlandes. Seit 1995 erhebt die Vogelwarte im Kerngebiet die Bestände ausgewählter Brutvögel auf 42 km².
Die Goldammer ist der kartierten Arten im Grossen Moos. Im Jahr 2022 fanden wir 294 Reviere auf der 42,3 km² grossen Untersuchungsfläche.
Der Neuntöter ist die zweit häufigste Art der kartierten Arten im Grossen Moos.
Die Grauammer ist vom Aussterben bedroht. Das Grosse Moos beherbergt eines der letzten Schweizer Vorkommen.
Die Goldammer ist der kartierten Arten im Grossen Moos. Im Jahr 2022 fanden wir 294 Reviere auf der 42,3 km² grossen Untersuchungsfläche.
Der Neuntöter ist die zweit häufigste Art der kartierten Arten im Grossen Moos.
Die Grauammer ist vom Aussterben bedroht. Das Grosse Moos beherbergt eines der letzten Schweizer Vorkommen.
Details
Projektziele
Wie entwickelt sich die Vogelwelt in einem intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebiet, in dem seit Jahren Anstrengungen unternommen werden, um wertvolle Ausgleichsflächen zu schaffen? In diesem Projekt liefern wir wichtige Datengrundlagen für Partnerorganisationen wie BirdLife, Biotopverbund und Kantone zum Erhalt und Neuschaffen von Lebensräumen, andererseits messen wir die Auswirkungen auf die Bestände ausgewählter Brutvögel.
Vorgehen
Bedeutung
Das Grosse Moos ist ein Schweizer Hotspot für diverse Kulturlandarten. Dazu gehört etwa die vom Aussterben bedrohte Grauammer. Zudem sind Schafstelze, Neuntöter, Dorngrasmücke oder Schwarkzkehlchen häufig anzutreffen. Die Datenreihe aus dem LVS Grosses Moos ist einer der längsten zu den Kulturlandvögeln in der Schweiz überhaupt. Sie dokumentiert die zeitliche und räumliche Entwicklung der Vorkommen und liefert die Datengrundlage für Schutz und Forschung.
Ergebnisse
Insgesamt fand eine erfreuliche Entwicklung statt. Sowohl die Zahl der jährlich festgestellten Arten als auch die Zahl der besetzten Reviere nimmt laufend zu. Allerdings gibt es auch Rückgänge in den letzten 10 Jahren, so bei Wachtel, Sumpfrohsänger und leider ausgerechnet bei der vom Aussterben bedrohten Grauammer. 12 der 18 regelmässig vorkommenden Arten zeigten in den letzten Jahren einen positiven Trend. Sehr erfreulich ist, dass der Steinkauz seit 2006 und der Kiebitz seit 2014 wieder im Gebiet vorkommen, nachdem sie zuvor verschwunden sind.
Weitere Informationen
Unsere Daten dienen regelmässig als Basis für Erfolgskontrollen, Naturschutzplanungen oder wissenschaftlichen Auswertungen. 2022 hat beispielsweise Francesca Fehlberg im Rahmen ihrer Bachelorarbeit die Habitatnutzung der Grauammer untersucht. Verschwunden sind vor allem die Reviere im Ackerland, während sich die Reviere im Bereich der Biodiversitätsförderflächen, vor allem der Brachen, besser halten konnten. Verglichen mit Ackerland, war die Besiedlungswahrscheinlichkeit einer Brache rund dreieinhalb Mal höher.
Projektpartner
- Kantone Bern und Fribourg
- Biotopverbund Grosses Moos
- avi-fauna (vormals Büro für Landschaftspflege und Faunistik, Mosimann & Strebel)
Donatoren
- Kantone Bern und Fribourg
Fachpublikationen
Mitarbeitende
FACHPUBLIKATIONEN
2022
Europe and the West African savannas Bruderer, B. & D. Peter, 2022
Contact: info@vogelwarte.ch
License: zenodo-freetoread-1.0
doi-Link: doi.org
Contact: bruno.bruderer@vogelwarte.ch
2021
Contact: info@vogelwarte.ch
License: zenodo-freetoread-1.0
doi-Link: doi.org
Contact: bruno.bruderer@vogelwarte.ch
Betroffene Vogelarten
Lebensraum Kulturland
Wir fördern eine wildtierfreundliche Landwirtschaft mit mehr hochwertigen und besser vernetzten Lebensräumen, sowie weniger Kunstdüngern und Pestiziden.