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Brutvögel in der Heckenlandschaft Albulatal: Teilgebiete Lantsch/Lenz-Brienz und Alvaneu

Nicca, Erica; Marti, Patrick; Zellweger-Fischer, Judith
Sprache
ger
Veröffentlichungsjahr
2022

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Zusammenfassung

Im Frühjahr 2022 wurde in Zusammenarbeit mit dem Parc Ela das Vorkommen von typischen Kulturlandvögeln in ausgewählten Gebieten bei Lantsch/Lenz, Brienz und Alvaneu untersucht. Die Untersuchungsgebiete zeichnen sich durch ein vielseitiges Mosaik aus wertvollen Hecken, zahlreichen Trockenstandorten, Einzelbäumen aber auch intensiver genutzten Terrassenlandschaften mit Äckern und Fettwiesen aus. Insgesamt zeigte sich eine vielseitige Vogelwelt, die von den unterschiedlichen Lebensräumen profitiert. Auf einer Fläche von 4,4 km2 wurden insgesamt 333 Reviere von 18 typischen Kulturlandvogelarten festgestellt. Am häufigsten wurden heckenbrütende Vögel nachgewiesen, am zahlreichsten war die Mönchsgrasmücke mit 109 Revieren. Ein Vergleich zu früheren Kartierungen in Brienz 2009 zeigt aber auf, dass ein Rückgang der heckenbrütenden Vogelarten zu verzeichnen ist, insbesondere auch der anspruchsvolleren Arten wie Goldammer, Gartengrasmücke und Neuntöter. Hingegen ist erfreulich, dass der Gartenrotschwanz vermehrt nachgewiesen werden konnte. Viele Hecken in Lantsch/Lenz und Brienz weisen eine hohe Qualität auf, es fehlt jedoch an fachgerechter Pflege. Dank des Engagements des Parc Ela können im Rahmen eines Projektes zur Steigerung der ökologischen Qualität der Hecken, auch anspruchsvollere heckenbrütende Vögel gefördert werden. Ein Augenmerk sollte dabei auch auf die Förderung von Saum- und Rückzugsstreifen gelegt werden, um die Insektenvielfalt und -biomasse zu fördern.

Bei den Bodenbrütern ist die Bilanz durchzogen. Leider konnten keine Braunkehlchen-Reviere mehr festgestellt werden. Der Baumpieperbestand ist jedoch zunehmend, teilweise wurden auch neue Gebiete besiedelt. Erfreulich ist, dass sich die Feldlerche in den Bergackerbauflächen bei Lantsch/Lenz halten konnte.

Dank der Förderung eines vielseitigen Mosaiks aus vielfältigen Hecken und Kleinstrukturen, Rückzugsstreifen, dem Erhalt von Biotopbäumen sowie spät gemähten Wiesen profitieren die Kulturlandvögel. Vom extensiven Bergackerbau und den Biodiversitätsförderflächen auf Ackerflächen profitiert insbesondere die Feldlerche.

Mitarbeitende

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