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Catch me if you can! Test verschiedener Fangmethoden für den Rotmilan

Mühlemann, Tobias F. J.
Sprache
ger
Veröffentlichungsjahr
2016


Zusammenfassung

In den vergangenen Jahren hat die Rotmilan Population in der Schweiz stark zugenommen. Im restlichen Verbreitungsgebiet des Rotmilans, welches sich auf grosse Teile Europas beschränkt, war im Gegenteil zur Schweiz, eine Abnahme der Populationen zu beobachten. Daher hat die Schweiz eine hohe Verantwortung für diese Art. Beim Rotmilan sind insbesondere Kenntnisse zu den Gründen für Populationszu- und Abnahmen noch nicht ausreichend, weshalb die Vogelwarte Sempach ein grosses Forschungsprojekt ins Leben gerufen hat. Mit Hilfe von GPS-Sendern, welche den adulten Rotmilane mitgegeben werden, soll dieses Gebiet tiefer erforscht werden. Dazu müssen die Rotmilane jedoch eingefangen werden, was der Hauptfokus dieser Arbeit ist. In einer Literaturrecherche wurden diverse Methoden für diese Arbeit studiert und die vielversprechendsten Methoden wurden dann auch umgesetzt. Das Hauptziel dieser Arbeit war, das genaue Erfassen und Auswerten der verschiedenen angewandten Methoden. Ein weiteres Ziel war es Reinhard Vohwinkel, ein Vogelfangexperte aus Deutschland, während dem 16. Mai 2016 bis 25. Mai 2016 zu begleiten und die von ihm angewendeten Methoden festzuhalten und die Effektivität ebenfalls auszuwerten.

Mit folgenden Methoden wurde versucht Rotmilane einzufangen: Dho-gaza Netz mit lebendigem und mit präpariertem Uhu, Schlagnetz, Whoosh-Netz, Futter und Dho-gaza Netz, Luftdrucknetz und Kombination von Japannetz, Dho-gaza Netz, Schlagnetz mit Futter als Köder.

Insgesamt wurden 30 Rotmilan Individuen gefangen, 13 Männchen und 17 Weibchen. Davon wurden 26 Tiere mit Uhu und Dho-gaza Netz eingefangen (n = 53 Fangversuche) und die restlichen 4 wurden durch Anfüttern ins Netz gelockt (n = 17 Fangversuche), wobei einer davon mit dem Whoosh-Netz und einer mit dem Japannetz gefangen wurde. Mit dem präparierten Uhu (n = 11 Fangversuche), dem Luftdrucknetz (n = 3 Fangversuche) und mit den Schlagnetzen (n = 7 Fangversuche) wurde kein einziges Exemplar gefangen. Am effektivsten lassen sich Rotmilane mit Hilfe eines lebendigen Uhus als Köder zusammen mit einem Dhogaza Netz einfangen. Dazu sollten die Nestlinge ca. im Alter zwischen 35 und 45 Tagen alt sein. Das Netz wird optimal in weniger als 80 Metern Distanz vom Nest aufgestellt. Ist nach 60 Minuten noch kein Vogel im Netz, so kann der Versuch abgebrochen werden. Wenn jedoch kein lebender Uhu zur Verfügung steht, klappt der Fang von Rotmilanen auch mit Anfütterung. Allerdings gelingt der Fang mit dieser Methode oft nur an Orten, an welchen Rotmilane über längere Zeit regelmässig Futter bekommen. Deshalb sollten solche Fütterungsstellen schon vorhanden sein oder sie sollten lange vor dem Fang geplant und installiert werden.

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Mechanismen der Populationsdynamik beim Rotmilan

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