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Die Schweiz als Winterquartier und Rastgebiet für die Lachmöwe Chroicocephalus ridibundus

Moser, Valentin; Barbalat, Alain; Ertl, Peter; Fuetsch, Irene; Ganz, Martin; Hörster, Heiko; Niffenegger, Carole; Sahli, Christophe; Schneider, Arno; Strebel, Nicolas
Zeitschrift
Ornithol. Beob. (Der Ornithologische Beobachter)
Sprache
ger

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Zusammenfassung

Die schweizerischen Gewässer werden insbesondere im Winter und zur Zugzeit von Lachmöwen genutzt; ihr Gesamtbestand ist in Mitteleuropa und auch in der Schweiz rückläufig. Da die Lachmöwe tagsüber auch abseits der Gewässer nach Nahrung sucht, dürfte der Schweizer Winterbestand anhand der Ergebnisse der winterlichen Wasservogelzählung unterschätzt werden. Dies erschwert die Beurteilung der Bedeutung der Schweiz als Rast- und Winterquartier für diese Art. Synchrone Zählungen an Schlafplätzen sind zur Erfassung des Winterbestands vermutlich besser geeignet. Daher führten wir im Winter 2021 die erste schweizweit koordinierte Lachmöwen-Schlafplatzzählung durch. Insgesamt wurden dabei rund 39 000 Individuen erfasst, deutlich mehr als bei der kurz zuvor durchgeführten Wasservogelzählung mit rund 32 000 gezählten Lachmöwen. Somit beherbergt die Schweiz im Winter rund 1,5 % der westeuropäischen Lachmöwenpopulation. Zusätzliche Erhebungen zeigten, dass die Bestände am grössten schweizerischen Lachmöwenschlafplatz in Basel Mitte Winter am höchsten waren, während die Zahlen in Zürich gegen Februar/März noch etwas anstiegen. Letzteres könnte auf den Zuzug von weiter südwestlich überwinternden Individuen zurückzuführen sein.

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Wasservogelzählungen

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