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Untersuchung von Schleiereulengewöllen aus dem St. Galler Rheintal aus dem Jahr 2022

Birrer, Simon
Sprache
ger
Veröffentlichungsjahr
2023

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Zusammenfassung

Gewölle der Schleiereule wurden in der Brutsaison 2022 in Nistkästen des St. Galler Rheintales gesammelt und analysiert. In den rund 60 Gewöllen wurden insgesamt 206 Beutetiere gefunden. Der Anteil Wühlmäuse, besonders der Feldmaus, war bedeutend tiefer als erwartet. Hingegen wurde ein sehr hoher Anteil an Spitzmäusen festgestellt. Dies deutet auf eine schlechte Nahrungsgrundlage für die Schleiereule im Jahr 2022 hin. Falls sich diese Situation in den Folgejahren bestätigt, könnte dies ein Grund dafür sein, dass sich der Bestand der Schleiereule im St. Galler Rheintal trotz Fördermassnahmen seit Jahren auf tiefem Niveau bewegt.

Insgesamt konnten mindestens neun Kleinsäugerarten als Beute der Schleiereule nachgewiesen werden. Damit wurden praktisch alle zu erwartenden Arten auch tatsächlich gefunden. Erfreulich war vor allem der Nachweis von zwei Exemplaren der gefährdeten Wasserspitzmaus.

In den Gewöllen fanden sich auch einige Wirbellose, die sich von Gewöllen ernähren. Darunter der Bibernellen-Blütenkäfer Anthrenus angustefasciatus. Diese Art wurde bisher aus der Ostschweiz nicht gemeldet.

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