Höckerschwan

Cygne tuberculé - Mute Swan

Cygnus olor

Höckerschwan

© Philippe Emery



Merkmale:
weisses Gefieder; orangefarbener Schnabel mit schwarzem Schnabelgrund und Höcker (beim Weibchen weniger ausgeprägt); langer, meist S-förmig gebogener Hals; beim Flug pfeifendes Geräusch; beide Geschlechter gleich.


Zugverhalten Höckerschwan
Bestand in der Schweiz (Paare): 450-600 Rote Liste 2001:
nicht beurteilt
Zugverhalten:
Standvogel
Grösse (cm):
152
Gewicht (g):
10000-12000
Gelegegrösse:
5-8
Brutort:
Boden
Brutdauer (Tage):
34-38
Nestlingsdauer (Tage):
120-150
Nahrung:
Pflanzen
Vogelgruppe:
Entenvögel
Lebensraum:
Seen, Fliessgewässer


Höckerschwäne waren ursprünglich in der Schweiz nicht heimisch. Ihr Verbreitungsgebiet beschränkte sich auf Nordosteuropa und auf weite Teile Asiens. Schon im 16. und 17. Jahrhundert wurde versucht, diese majestätisch anmutende Schwanenart in Mitteleuropa einzubürgern. Dazu wählte man Schloss- und Landgutweiher aus. Von hier aus breiteten sie sich vor allem im 20. Jahrhundert rasch auf Seen und langsam fliessende Flüsse aus. Auch in der Schweiz wurden schon um 1690 und in grösserer Zahl in der Mitte des letzten Jahrhunderts Höckerschwäne ausgesetzt. In der Zwischenzeit haben deren Nachkommen alle ihnen zusagenden Gewässer besiedelt. Der Bestand des Höckerschwans nimmt - entgegen einer weitverbreiteten Meinung - seit rund 15 Jahren nicht mehr weiter zu, sondern hat sich bei rund 500 Brutpaaren stabilisiert. Im Winter bevölkern rund 4000-5000 Schwäne unsere Gewässer, die zum Teil Gäste aus dem Norden sind. Auf hochgelegenen Seen müssen die Höckerschwäne im Spätherbst eingefangen und im Frühjahr wieder ausgesetzt werden, weil die Vögel auf den zufrierenden Gewässern nicht überleben könnten. Höckerschwäne leben wie alle Gänsevögel in Dauerehe und strecken im Flug den Hals geradeaus. Bekannt ist ihre Drohstellung mit S-förmig gebogenem Hals und über den Rücken hochgezogenen Flügeln.