Berglaubsänger

Pouillot de Bonelli - Western Bonelli's Warbler

Phylloscopus bonelli

Berglaubsänger

© Sergio Tirro



Merkmale:
Kleiner Vogel mit olivgrüner Oberseite; Unterseite grauweiss; beiger Überaugenstreif; Bürzelfedern und Flügeldecken mit gelbgrünen Rändern; Gesang eine Art Schwirren aus 5-10 Silben, die sich langsamer folgen als beim Waldlaubsänger; ruft zweisilbig "pü-ieh".


Zugverhalten Berglaubsänger
Bestand in der Schweiz (Paare): 15'000-30'000 (2004) Rote Liste 2001:
nicht gefährdet
Zugverhalten:
Langstreckenzieher
Grösse (cm):
11
Gewicht (g):
7-9
Gelegegrösse:
4-6
Brutort:
Boden
Brutdauer (Tage):
13-14
Nestlingsdauer (Tage):
10-12
Nahrung:
Insekten
Vogelgruppe:
Singvögel Grasmücken
Lebensraum:
Waldrand


Von unseren vier Laubsängerarten ist der Berglaubsänger diejenige Art, die das südlichste Verbreitungsgebiet aufweist, denn er ist hauptsächlich im Mittelmeerraum zu Hause. Die Verbreitungsgrenze verläuft durch Nordfrankreich und Süddeutschland, was bedeutet, dass die Schweiz praktisch am Nordrand seines Brutareals liegt. Der Berglaubsänger ist nicht regelmässig über unser Land verbreitet. Er liebt trockene, südexponierte Hänge und Bergrücken mit lockerem Wald oder vielen Büschen. Solche Biotope findet er vor allem im Jura, Wallis, Engadin und Tessin, lokal auch im Mittelland, in den Alpen und Voralpen. In den ihm zusagenden Lebensräumen ist der Berglaubsänger recht häufig, und mitunter verblüfft er durch eine erstaunlich hohe Dichte. So hat man im Wallis Konzentrationen festgestellt, wo sich im Abstand von nur 20 bis 30 Metern Revier an Revier reihte. Die höchsten Bruten finden in Höhen von rund 2000 m statt. Wenn der Berglaubsänger in der zweiten Aprilhälfte von südlich der Sahara zurückkehrt, fällt er kaum auf, denn man bekommt den schlicht gefärbten Vogel nur selten zu Gesicht, da er sich meistens in den Baumkronen aufhält und sein Gesang eher unauffällig ist. Er besteht aus einem monotonen, etwas blechern klingenden Triller. Vom verwandten Waldlaubsänger unterscheidet sich der Berglaubsänger nebst dem Gesang auch durch die grauweisse Unterseite (ohne gelblichen Anflug) und den grünlichgelben Bürzel, den man aber in der freien Natur selten sieht.