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Experimentelle Erprobung von Massnahmen zur Förderung der Ansiedlung von Steinkäuzen in Gebieten mit hoher Lebensraumeignung

Burgener, Nathalie; Grüebler, Martin; Naef-Daenzer, Beat
Sprache
ger
Veröffentlichungsjahr
2017


Zusammenfassung

Der in den 70er-Jahren weiträumig verdrängte Steinkauz konnte sich seit zehn Jahren wieder im Grossen Moos behaupten. Ringdaten belegen die Herkunft des Gründer-Weibchens aus der Genfer Grenzpopulation. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts der Vogelwarte in Württemberg lassen darauf schliessen, dass mit einem grossflächigen Angebot an Nistkästen eine wichtige Ressource für weitere Ansiedlungen zur Verfügung gestellt werden kann. Insgesamt 192 Nistkästen wurden von August 2015 bis Dezember 2016 an sorgfältig ausgewählten Standorten mit der Einwilligung der Grundstückeigentümer platziert. Nistkastenbesuche wurden mit Spurenpapieren protokolliert. Zusätzlich erlaubten Fotofallen einen kleinen Einblick was vor den ‚Haustüren‘ geschieht. Dass der eingeschlagene Weg richtig zu sein scheint und gute Zukunftsaussichten für den Steinkauz im Grossen Moos bestehen, zeigt das dritte, seit dem Sommer 2016 im Seeland einquartierte Steinkauz Pärchen. Trotz Rückschlag durch deren Nestplünderung vom Steinmarder, erhofft man sich die Rückkehr des Pärchens in diese Region oder gar an denselben Standort. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem SVS/BirdLife Schweiz, der IBA Grosses Moos & Neeracherried und lokalen Verbänden ausgeführt. Es stösst auf reges Interesse und Akzeptanz in der Bevölkerung. Dies ist dem unermüdlichen Einsatz fleissiger Helfer, die auch Grosseinsätze zur Lebensraumaufwertungen durchführten, zu verdanken und es konnte ein guter Grundstein zur weiteren Besiedlung der Region geschaffen werden.

Mitarbeitende