Es ist ein erklärtes Ziel von Storch Schweiz und anderen Naturschutzorganisationen, die Weissstörche von menschlicher Betreuung möglichst unabhängig zu machen. Deshalb sollte man auf das Füttern verzichten.
Auch wenn der Anblick eines Weissstorchs im Winter eher ungewöhnlich ist, besteht aus folgenden Gründen kein Bedarf für ein Eingreifen:
- Überwinternde Störche sind durch ihr Gefieder gut vor Kälte geschützt. Auch Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt können sie gut überstehen.
- Auf Wiesen und Äckern finden die Störche meist genügend Nahrung, solange keine geschlossene Schneedecke liegt oder der Boden nicht zu stark gefroren ist. Wird das Nahrungsangebot zu knapp, weichen überwinternde Störche normalerweise von selbst in Regionen aus, wo sie genug Nahrung finden.
- Auf die Fütterung von überwinternden Weissstörchen ist ausser in ausgesprochenen Notsituationen zu verzichten. Sonst besteht die Gefahr, dass die Störche zu lange in einem nicht optimalen Gebiet bleiben.
Auch wenn ein Storch im Winter ausnahmsweise einen stark geschwächten Eindruck macht, versuchen Sie nicht, ihn einzufangen! Er ist ein Wildvogel, der sich heftig zur Wehr setzen und mit seinem Schnabel schlimme (Augen-) Verletzungen zufügen kann.
Eine Meldung ist normalerweise nicht nötig. Bei einem offensichtlich verletzten Storch sollte jedoch die Wildhut oder die kantonale Jagdverwaltung benachrichtigt werden. Weitere Auskünfte zum Weissstorch sind auch bei der Geschäftsstelle von Storch Schweiz erhältlich.