Lebensraumaufwertung in Dötra TI

Revitalisierung eines der wichtigsten Brutgebiete des Braunkehlchens im Tessin

Das Projekt zielt darauf ab, die artenreichen Weiden wiederherzustellen, die nach und nach von Zwergsträuchern überwuchert wurden. Diese werden mechanisch entfernt, um eine blütenreiche Grasdecke zu fördern, die dann durch angemessene Weide erhalten bleibt. Das soll dazu beitragen, seltene Arten in der Region zu fördern, insbesondere das Braunkehlchen.

Bereich Förderung
Ressort Regionalstellen
Themen Artenförderung, Lebensraumförderung
Lebensraum Wiesen und Weiden, Halboffenes Kulturland
Projektstart 2024
Projektende 2032
Projektstatus laufend
Projektleitung Petra Horch
Projektregion Tessin

Details

Projektziele

Einst waren es Mähwiesen, doch seit einigen Jahren weiden auf den Alppäsigen von Dötra Kühe im Sommer. Da die Viehbesatzdichte nicht mehr ausreichte, um die Flächen offen zu halten, wurden die Weiden grösstenteils von Wacholder überwuchert und haben ihren Wert für die Artenvielfalt verloren. Das Ziel ist es, blühende Wiesen wiederherzustellen und einen Lebensraum zu schaffen, der für verschiedene Wiesenbrüter und typische Vogelarten der oberen Waldgrenze zum Nisten geeignet ist.

Vorgehen

Die Idee stammt von der Stiftung Dötra, der die zu sanierenden Grundstücke gehören und die sich seit über 30 Jahren für Projekte zur Förderung der Artenvielfalt im Bereich Dötra-Anveuda einsetzt. Seit 1997 begleitet die Vogelwarte diese Bemühungen mit einer Vogelzählung, wobei ein besonderer Fokus auf dem Braunkehlchen liegt. Für dieses neue Projekt leistet sie technische und finanzielle Unterstützung im Rahmen des Programms «Aufschwung für die Vogelwelt». Um die Ziele zu erreichen, wird ein Grossteil der Zwergsträucher entwurzelt, einige Bäume werden gefällt und die Intensität der Weide wird leicht erhöht.

Bedeutung

Dieses kleine Stück Naturparadies, das Teil des Sumpfgebiets von nationaler Bedeutung Lucomagno – Dötra und des Important Bird and Biodiversity Area (IBA) Piora – Dötra ist, beherbergt eine reiche Artenvielfalt und verschiedene seltene Arten, die für den Kanton Tessin von grosser regionaler Bedeutung sind. Hier gibt es noch zahlreiche Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung, und wir finden hier eine der wichtigsten Rückzugsgebiete des Braunkehlchens im Tessin.

Ergebnisse

–

Projektpartner

Mitarbeitende

Betroffene Vogelarten

Regionalstellen link
Ressort

Regionalstellen

Viele unserer Projekte führen wir von unseren Regionalstellen aus: Regionalstelle Wallis (Sion), Regionalstelle Tessin (Contone), Regionalstelle Graubünden (Chur), Regionalstelle Nordostschweiz (Schaffhausen) und Regionalstelle Romandie (Yverdon-les-Bains) aus. Zusammen mit Partnern und Freiwilligen kümmern sie sich um Aufwertungsprojekte und Wirkungskontrollen, fallweise auch um angewandte Forschungsfragen.

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