Künstliches Licht bei Nacht ist weltweit ein Stressfaktor für Zugvogelarten. Um seine Auswirkungen zu reduzieren, müssen wir verstehen, welche Effekte das Licht auf Vögel hat und wie sie durch die Einschränkung menschlicher Gewohnheiten minimiert werden können. Wir setzen Radar- und Tracking-Technik in einer europäischen Region ein, in der Lichteffekte festgestellt werden können. Nachdem Zugvögel im Frühjahr die dunkle Adria überflogen haben, treffen sie an der Küste Kroatiens auf helle und dunkle Orte. Wir untersuchen die Unterschiede im Verhalten der Vögel, wenn sie dunklen oder stark lichtverschmutzten Gebieten ausgesetzt sind. Im Anschluss testen wir im Experiment, wie diese Unterschiede durch die Veränderung des Lichts reduziert werden können.
Karte der kroatischen Küste mit Darstellung der Untersuchungsgebiete der BirdScan-Radare im Verhältnis zur Lichtverschmutzung am Nachthimmel (grün = wenig Lichtverschmutzung, rot = starke Lichtverschmutzung).
Trauerschnäpper, der während des Vogelzugs vom Licht angelockt und bei der Kollision mit dem Post Tower in Bonn getötet wurde.
Waldkauz vor der beleuchteten Stadt Glasgow: Die Nächte sind nun selten dunkel.
Vogelwarte-Forscher Baptiste Schmid und kroatische Partner beim Starten eines BirdScan-Radars in einer Küstenstadt.
Transport von BirdScan-Radargeräten von der Vogelwarte nach Kroatien.
Untersuchung der Reaktionen von Zugvögeln auf künstliches Licht bei Nacht
Mitarbeitende
Vogelzug
Wir erforschen Zugvögel vom Brutgebiet bis nach Afrika und schaffen Grundlagen für ihren Schutz über Landesgrenzen hinweg.