Der Tannenhäher und die Arve (auch Zirbelkiefer; Pinus cembra) bilden einen bemerkenswerten Mutualismus: Der Tannenhäher ernährt sich von Arvensamen, während die Arve für ihre Ausbreitung wiederum den Tannenhäher benötigt. Doch nicht alle Tannenhäher verstecken ihre Samen an geeigneten Orten. Unser Projekt untersucht, wie individuelle Unterschiede und entwicklungsbedingte Veränderungen im Samenversteckverhalten diese Partnerschaft beeinflussen. Mithilfe von GPS-Sendern und ökologischen Modellen zeigen wir, wie diese Verhaltensweisen das Überleben und die Fortpflanzung der Vögel sowie die Verjüngung der Arve bestimmen.
Tannenhäher auf der Spitze einer Arve sitzend – mit Arvenzapfen bereit geerntet zu werden.
Der Tannenhäher ist der Hauptverantwortliche für die Samenausbreitung der Arve.
Mit GPS-Sender ausgerüstete Tannenhäher erlauben Aufschluss über die Versteckorte der Arvensamen.
Tannenhäher beim Ernten von Arvensamen für seinen Wintervorrat.
Arvenzapfen an dem ein Tannenhäher mit dem Ernten von Samen begonnen hat.
Arvensamen die vom Tannenhäher versteckt und vergessen wurden können zu neuen Keimlingen heranwachsen.
Mit dem Pflanzen von Bäumen an der oberen Baumgrenze ermöglicht der Tannenhäher der Arve neue Höhenlagen zu erobern
Solche Arvenlandschaften können nur dank dem Tannenhäher bestehen.
Einige Tannenhäher legen für das Verstecken von Samen grosse Distanzen zurück.
Durch Herunterladen und Analysieren von GPS-Daten besenderter Tannenhäher können Forscher ihre Samenausbreitungs-Bewegungen bestimmen.
Samenausbreitungs-Bewegungen eines besenderten Tannenhähers bei Davos.
Wie individuelles Verhalten Ökosystemfunktionen prägt
Mitarbeitende
Betroffene Vogelarten
Ökologische Forschung
Wir untersuchen die vielfältigen Wechselwirkungen von Vögeln mit ihrer Umwelt, vom individuellen Ansiedlungsverhalten bis zu Artengemeinschaften.