Die Resultate haben gezeigt, dass je höher der Herbizid-Einsatz und die Ammoniakemissionen waren, desto weniger Arten kamen vor. Dagegen profitierten Lebensräume, Pflanzen, Tagfalter und Vögel von einem hohen Anteil BFF und biologischer Bewirtschaftung. Auch die Bewirtschaftungsintensität war tiefer bei einem höheren Anteil BFF, was der Biodiversität ebenfalls zugutekam. Diese Erkenntnisse verdeutlichen, dass eine angepasste Bewirtschaftung nicht nur lokal positive Auswirkungen haben kann, sondern die Biodiversität ganzer Landschaften erhöhen kann. Zudem sind biodiversitätsfördernde Massnahmen in Landschaften mit günstigen Anbaubedingungen ausgesprochen wichtig, da dort der Druck auf die Biodiversität durch die intensivere Bewirtschaftung besonders hoch ist.
Herzog, C., E. S. Meier, J. Schneuwly, S. Birrer, T. Roth & E. Knop (2024): Effekte ausgewählter Faktoren auf die Biodiversität in Schweizer Agrarlandschaften. Agrarforschung Schweiz 15: 128–137. https://doi.org/10.34776/afs15-128.