Die Schlüsselblume (Primula veris und Primula elatior) wächst auf extensiv genutzten Wiesen, an Waldrändern und in lichten Gehölzen. Schon früh im Jahr öffnen sich ihre charakteristischen Blüten, die in der Volksheilkunde lange verwendet wurden – etwa bei Husten oder Schlafbeschwerden. Heute steht die Pflanze vielerorts unter Schutz und ist ein Symbol für naturnahe Landschaften.
Ökologisch ist die Schlüsselblume vor allem als frühe Nahrungsquelle von Bedeutung. Hummeln, Wildbienen und erste Schmetterlinge finden hier Nektar und Pollen zu einer Zeit, in der das Angebot noch knapp ist. Diese frühen Insekten bilden wiederum die Grundlage für funktionierende Nahrungsketten, von denen später auch Vögel profitieren. Die Schlüsselblume zeigt exemplarisch, wie eng Kulturgeschichte und Naturschutz miteinander verknüpft sind.