Neue Aussenstelle in Graubünden (16.06.2020)

    Aufgrund seiner Grösse und seiner landschaftlichen Vielfalt spielt der Kanton Graubünden beim Erhalt der Schweizer Vogelwelt eine zentrale Rolle. Die Schweizerische Vogelwarte verstärkt deshalb ihr Engagement für den Vogelschutz in Graubünden mit der Gründung einer neuen Aussenstelle.

    Der Kanton Graubünden beherbergt aktuell mehr als die Hälfte des Schweizer Bestands des stark gefährdeten Flussuferläufers. Die Art kann von Revitalisierungen an grösseren Flüssen profitieren. Voraussetzung ist die Schaffung störungsarmer Räume durch Besucherlenkung.
    Der Kanton Graubünden beherbergt aktuell mehr als die Hälfte des Schweizer Bestands des stark gefährdeten Flussuferläufers. Die Art kann von Revitalisierungen an grösseren Flüssen profitieren. Voraussetzung ist die Schaffung störungsarmer Räume durch Besucherlenkung.
    Foto © Markus Varesvuo Bild in Druckqualität
    Seit den Siebzigerjahren wurde das Braunkehlchen nach und nach aus dem Schweizer Mittelland verdrängt. In der Surselva und im Unterengadin brüten noch heute viele Paare dieses Wiesenbrüters.
    Seit den Siebzigerjahren wurde das Braunkehlchen nach und nach aus dem Schweizer Mittelland verdrängt. In der Surselva und im Unterengadin brüten noch heute viele Paare dieses Wiesenbrüters.
    Foto © Marcel Burkhardt Bild in Druckqualität
    Solche wenig intensiv genutzten Wiesen, wie hier in Tschlin, gilt es durch schonende Nutzung zu erhalten, wenn das Braunkehlchen und zahlreiche weitere Arten in der Schweiz langfristig überleben sollen.
    Solche wenig intensiv genutzten Wiesen, wie hier in Tschlin, gilt es durch schonende Nutzung zu erhalten, wenn das Braunkehlchen und zahlreiche weitere Arten in der Schweiz langfristig überleben sollen.
    Foto © Mathis Müller Bild in Druckqualität
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    Sempach. – Mit seiner Grösse und seiner landschaftlichen Vielfalt bietet der Kanton Graubünden unzähligen Vogelarten Heimat. Zahlreiche Brutvögel, welche durch menschliche Aktivitäten aus dem Schweizer Mittelland verdrängt wurden, finden hier noch intakte Lebensräume. Zu ihnen gehören Wiesenbrüter wie das Braunkehlchen oder Auenbewohner wie der Flussuferläufer. Besonders wichtig ist der Bergkanton ausserdem für alpine Vögel wie das Alpenschneehuhn und den Schneesperling.

    Das Engagement der Schweizerischen Vogelwarte für den Vogelschutz im Engadin reicht bis in die Achtzigerjahre zurück. In den vergangenen Jahren setzte sie sich bei Revitalisierungen von Fliessgewässern für die Anliegen der Vögel ein und verstärkte die Zusammenarbeit mit den Regionalen Naturpärken im Wiesenbrüterschutz. Dabei arbeitete die Vogelwarte im gesamten Kanton eng mit Behörden, Naturschutzorganisationen, Ökobüros und weiteren Partnerorganisationen zusammen.

    Zur weiteren Stärkung des Vogelschutzes in der Region hat die Vogelwarte nun in Chur eine Aussenstelle gegründet. „Wir möchten in diesem für die einheimische Vogelwelt besonders interessanten und bedeutenden Kanton wichtige Vogelschutzanliegen voranbringen“, erklärt Roman Graf, der in Sempach für die Leitung der Aussenstelle zuständig ist. „Dabei setzen wir auf eine Zusammenarbeit mit Behörden und Partnerorganisationen.“ Weiter ermöglicht es eine Aussenstelle, den Kontakt zu den zahlreichen freiwilligen Mitarbeitenden zu verstärken. Die Schweizerische Vogelwarte verfügt auch im Wallis (Sion) und im Tessin (Contone) über Aussenstellen.

    Weitere Auskünfte

    Michael Schaad
    Tel. 041 462 97 35
    michael.schaad@vogelwarte.ch

    Medienmitteilung

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