Reis ist gemessen am Erntevolumen die viertwichtigste Nutzpflanze der Welt und besonders in Asien von grosser Bedeutung. Reis kommt in vielen verschiedenen Sorten vor und kann als Nassreis oder Trockenreis angebaut werden. Die Schweiz importiert jährlich 50 000 Tonnen Reis, mehrheitlich aus Italien. Die lokale Produktion ist unbedeutend, trotzdem hat Schweizer Reis Potenzial als rentables, lokales Nischenprodukt.
Seit 1997 wird im Tessin Trockenreis angebaut. Erste Anbauversuche in der Schweiz im Jahr 2017 zeigten, dass auch Nassreis nördlich der Alpen zur Reife gebracht und geerntet werden kann. Innovative Landwirte liessen sich für den Nassreisanbau begeistern, sodass heute gut ein Dutzend von ihnen in den Kantonen Aargau, Bern, Freiburg, Waadt und Wallis Nassreis anbauen. Untersuchungen zeigten schnell, dass sich durch den Anbau von Nassreis die Produktion eines Nahrungsmittels und die Förderung der Biodiversität, insbesondere feuchtgebietsliebender Arten, gut kombinieren lässt.