Bewährte Revierkartierungsmethode
Bei vielen Erhebungen wird eine vereinfachte Form der Revierkartierungsmethode eingesetzt. Bei einer solchen Kartierung wird ein Gebiet auf einer vorgegebenen Route begangen und alle innerhalb eines Kilometerquadrats festgestellten Vögel werden punktgenau notiert . Die Verwendung dieser Methode hat in der Schweiz eine lange Tradition, sie ist für die oftmals nur kleinflächigen und überschaubaren Habitate gut geeignet, und die so gewonnenen Ergebnisse lassen sich gut kommunizieren. Auch die quantitativen Erhebungen für die Brutvogelatlanten 1993–1996 und 2013–2016 wurden mit dieser Methode durchgeführt. Standard ist die dreimalige Begehung eines Gebiets, doch werden alpine Flächen in der Regel nur zweimal, Feuchtgebiete und Spezialhabitate dagegen fünf bis sechsmal begangen.
Um die Revierkartierungsmethode möglichst einfach und standardisiert zu handhaben, kommen verschiedene Hilfsmittel zum Einsatz: Die Mitarbeitenden erhalten präzise Karten, auf denen die Routen und die Aufenthaltsdauer im Quadrat vorgegeben sind, und spät eintreffende Zugvögel dürfen erst ab einem bestimmten Datum gezählt werden. Eine vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) entwickelte Kartierapp, ein Digitalisierungstool (Terrimap online) und eine Software für die automatisierte Revierausscheidung (Autoterri) helfen heute bei der effizienten Datenerhebung und -analyse. Die Devise lautet, den Kartierenden die Arbeit am Schreibtisch so leicht wie möglich zu machen.