2008 wurde er zum Marketingleiter ernannt und war fortan verantwortlich für die Kommunikation und die Mittelbeschaffung der gemeinnützigen Stiftung. Mit einem kleinen Team begann er, die Öffentlichkeitsarbeit systematisch zu professionalisieren. Er baute die Umweltbildung aus und etablierte die zielgerichtete Kommunikation und den Austausch mit für den Vogelschutz wichtigen Partnern. Unter seiner langjährigen Führung konnte die Vogelwarte ihre Einnahmen markant steigern. Dadurch wurde ein Ausbau der heutigen Bereiche Forschung und Förderung und der Ein Vogelbegeisterter tritt kürzer Über ein Vierteljahrhundert lang prägte Matthias Kestenholz die Öffentlichkeitsarbeit der Vogelwarte. In diese Zeit fällt auch der wirtschaftliche Aufschwung der Stiftung. Nun übergibt er seine Aufgaben und tritt beruflich kürzer. 10 3 WÜRDIGUNG Bau des neuen Bürogebäudes und des Besuchszentrums möglich.
Nach langjährigem Einsitz in der Institutsleitung der Vogelwarte übernahm Matthias Kestenholz 2020 deren Vorsitz. In dieser Rolle initiierte und leitete er von 2020–2022 die Organisationsentwicklung des Instituts und danach die Planung und Durchführung des 100-Jahr-Jubiläums.
Seine Begeisterung für Vögel steckte viele an – innerhalb wie ausserhalb der Vogelwarte. Er verfasste das Themenheft «Zum Kuckuck» (2018) und lancierte die Minibroschüren-Reihe, die mit einfacher Sprache einem grossen Publikum Vogelwissen vermittelt. Die Idee dazu entstand im Rahmen einer Messe-Ausstellung mit den Partnern IP-Suisse, Schweizer Bauernverband und Migros.
Sein Wirken war geprägt von Optimismus, Kreativität und Courage. Mit seiner Energie und kollegialen Art motivierte er sein Team immer wieder aufs Neue, und es dankte ihm mit breiter Unterstützung bei der Umsetzung seiner Ideen. Seit Mitte 2025 ist Matthias Kestenholz auf eigenen Wunsch nicht mehr in der Institutsleitung und unterstützt bis zu seiner Pensionierung das Ressort Fundraising mit seiner Erfahrung im Gönnerkontakt.
Die Belegschaft und der Stiftungsrat sprechen Matthias Kestenholz bereits heute für 30 Jahre stetigen und unermüdlichen Einsatz einen grossen Dank aus. Sein Engagement ermöglichte es unzähligen jungen Vogelbegeisterten, sich für die Erforschung und Förderung der heimischen Vogelwelt einzusetzen.