Vor rund 10 000 Jahren begann der Mensch mit dem Ackerbau, und zu dieser Zeit zog es einen kleinen, braunen Vogel in seine Nähe: der Haussperling. Seither gestaltet sich die Beziehung holprig: Der gefiederte Nachbar galt in Europa als Bettler oder Teufel, gegen den man regelrecht Kriege führte. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei, doch brütet er in Storenkästen, geht er manchen auch heute auf die Nerven. Andererseits wird er gefüttert und steht Pate für Kita-Namen. Sein Verwandter, der Feldsperling, ist in Asien ein geschätztes Motiv für die Kunst. Kaum eine Vogelgruppe ist so eng mit uns Menschen verbunden wie die Sperlinge.
Haus- und Feldsperling sind wahrscheinlich die bekanntesten, aber bei weitem nicht die einzigen Vertreter dieser grossen Familie. In den Alpen treffen wir auf den Schneesperling, der es schafft, Schnee und Eis zu trotzen. Und das Tessin hat mit dem Italiensperling seine eigene Sperlingsart.