Auch in Basel werden aktuell viele ältere Gebäude abgerissen oder saniert. Massnahmen wie die Isolierung von Dächern und Fassaden, die für die Energiewende unerlässlich sind, können für Tiere schwerwiegende Folgen haben. Spezialisierte Arten wie Mauersegler und Mehlschwalbe sind davon besonders betroffen, da sie für die Aufzucht ihrer Jungen Jahr für Jahr zu denselben Nistplätzen zurückkehren.
«Wollen wir die Vögel schützen, müssen wir wissen, wo sich ihre Nester befinden. Nur so können wir bei Bewilligungen entsprechend reagieren», so Martin Huber, Projektleiter der Stadtgärtnerei des Kantons Basel-Stadt. Gemeinsam mit dem Kanton haben Merline Roth von der Vogelwarte und ihr Projektteam die Brutplätze der Segler und Schwalben kartiert. Das resultierende Inventar mit Informationen über die Lage und Grösse der Nistplätze ist unter webgis.vogelwarte.ch öffentlich zugänglich und hilft denjenigen, die vorausschauend Brutplätze erhalten wollen.