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Sitzstangen für Greifvögel
Besonders im Winterhalbjahr müssen Greifvögel und Eulen Energie sparen. Sie sind dann stärker als im Sommer auf geeignete Sitzwarten angewiesen. Diese erleichtern ihnen die Ansitzjagd vorab auf Kleinsäuger. In ausgeräumten Landschaften, in Jungwüchsen, noch niederwüchsigen Hecken, in Brachen oder in Kulturen kann es deshalb sinnvoll sein, Sitzstangen anzubieten. Die Beutegreifer können damit auch die biologische Schädlingsbekämpfung unterstützen; man darf allerdings nicht erwarten, dass sie die Kleinsäuger völlig in Schach halten.
Besonders im Winterhalbjahr müssen Greifvögel und Eulen Energie sparen. Sie sind dann stärker als im Sommer auf geeignete Sitzwarten angewiesen. Diese erleichtern ihnen die Ansitzjagd vorab auf Kleinsäuger. In ausgeräumten Landschaften, in Jungwüchsen, noch niederwüchsigen Hecken, in Brachen oder in Kulturen kann es deshalb sinnvoll sein, Sitzstangen anzubieten. Die Beutegreifer können damit auch die biologische Schädlingsbekämpfung unterstützen; man darf allerdings nicht erwarten, dass sie die Kleinsäuger völlig in Schach halten.
Greifvögel und Eulen schätzen einen guten
Überblick. Je höher die Warte, desto grösser der einsehbare Umkreis.
Sitzstangen sollten deshalb mindestens 2 Meter aus dem Boden ragen,
besser deutlich mehr. Zudem dürfen sie nicht allzu wackelig sein.
Üblicherweise werden für den Träger Stangen oder Latten aus Holz
verwendet, doch kann man auch Metallstangen einsetzen. Das Querholz,
also der "Sitz", muss "griffig" sein (z.B. ungehobeltes Holz). Es sollte
einen Durchmesser von 3-5 cm aufweisen und mind. 20 cm lang sein. Man
kann es wenn nötig mit Winkeleisen oder Holzleisten abstützen. Um ein
rasches Faulen zu verhindern, imprägniert man den untersten Teil der
Stange allenfalls mit einem umweltschonenden Holzschutzmittel. Auch
Bodenlöcher, die mit Kieseln oder Sand gefüllt sind, verzögern die
Fäulnis.
Wir raten davon ab, die fertige Sitzstange mit einem Schlagwerkzeug in den Boden zu rammen, denn das Querholz könnte spalten. Man gräbt besser ein 40-50 cm tiefes Loch, in das die Stange eingelassen wird. Ideal ist auf bewirtschafteten Feldern, wenn eine Metallröhre in den Boden versenkt wird, die einen leicht grösseren Durchmesser als die Sitzstange aufweist. So kann der Landwirt vor dem Maschineneinsatz die Stange rasch entfernen und sie danach gleich wieder bequem einstecken.
An Verkehrsträgern kommen viele Beutegreifer um. Wir raten deshalb dringend davon ab, die Vögel mit Sitzstangen in den Gefahrenbereich von Strassen, Bahnlinien und Flugpisten zu locken!
© Schweizerische Vogelwarte Sempach
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